Ob bei Reisen, Technik oder Restaurants, es verlassen sich viele beim Buchen heute fast ausschließlich auf Online-Bewertungen. Auch im Bereich der Abifahrten finden sich auf Plattformen wie Google, Trustpilot oder anderen Plattformen häufig massenhaft 5-Sterne-Bewertungen. Doch was steckt wirklich dahinter? Und wie objektiv sind diese Rückmeldungen?
Wir möchten an dieser Stelle zur reflektierten Auseinandersetzung einladen, denn:
Nicht jede Bewertung sagt aus, wie gut die Reise tatsächlich war.
Wer die Bewertungen auf den üblichen Portalen genauer liest, stellt schnell fest:
Ein Großteil der 5-Sterne-Rezensionen bezieht sich nicht auf die eigentliche Reise, sondern lediglich auf:
Diese Abläufe sind in der Branche weitgehend standardisiert, oft sogar automatisiert.
Sie sagen nichts über die Qualität der Unterkunft, der An- und Abreise, der Ausflüge oder der Betreuung vor Ort aus. Trotzdem entsteht durch die Vielzahl an positiven Bewertungen der Eindruck, das Gesamterlebnis sei perfekt gewesen oder wird perfekt sein.
Gerade bei Abifahrten ist es gängige Praxis, dass die Reisegäste schon vor oder während der Anreise aktiv dazu aufgefordert werden, eine positive Bewertung zu hinterlassen, teils noch bevor sie überhaupt im Hotel angekommen sind, um einen kleinen Reisegutschein zu erhalten und so den Reisepreis zu mindern.
Nicht selten wird dies verbunden mit:
Diese Praxis ist per se nicht verboten, verfälscht aber das Ergebnis. Denn:
Wer eine Bewertung gegen eine Belohnung abgibt, bewertet nicht objektiv, sondern strategisch.
Ein weiterer kritischer Punkt:
Negative Bewertungen werden häufig gemeldet und gelöscht.
Teilweise durch die Firmen selbst, teilweise durch externe Agenturen, die sich auf „Reputationsmanagement“ spezialisiert haben.
Dadurch entsteht ein künstlich positives Gesamtbild, bei dem kritische Rückmeldungen kaum sichtbar sind, obwohl gerade diese für potenzielle Kunden besonders wertvoll wären.
Wer sich ein realistisches Bild machen möchte, sollte:
Denn:
Eine gute Firma reagiert auf Kritik lösungsorientiert und transparent.
Sie geht auf die Anliegen ein, zeigt Verständnis, bietet Verbesserungen an oder erklärt Zusammenhänge.
Fehlt diese Reaktion oder wird Kritik abgewiegelt oder gelöscht, ist das ein Alarmsignal.
Ein weiterer Aspekt, den man bei der Analyse von Bewertungen beachten sollte, sind wiederkehrende Bewertungsmuster.
Auffällig ist bei vielen sehr positiven Rezensionen:
Das allein ist noch kein Beweis für Manipulation. Allerdings ist branchenweit bekannt, dass manche Anbieter interne Anreizsysteme oder Provisionen für Reiseleitungen nutzen, wenn vor Ort Bewertungen generiert werden.
Um diese Bewertungen intern zuordnen zu können, wird teilweise darum gebeten, den Namen der jeweiligen Teamleitung in der Bewertung zu erwähnen. In manchen Fällen werden sogar Textvorschläge oder Formulierungen vorgegeben, die dann nur noch kopiert und eingefügt werden müssen.
Nach der Abgabe wird der neu erstellte Bewertungsaccount häufig nie wieder genutzt.
Wir bei ABIDAYS möchten ehrliches Feedback statt gekaufter Sternchen.
Deshalb:
Bewertungen können hilfreich sein, wenn man sie richtig liest und mit gesundem Menschenverstand einordnet.
Gerade im Bereich der Abifahrten ist es wichtig, nicht nur die Menge der Sterne zu zählen, sondern zu verstehen:
ABIDAYS steht für echte Erlebnisse, echte Kommunikation und echte Weiterentwicklung. Keine Scheinbewertungen oder leere Versprechen.
Denn am Ende zählt nicht, wie viele Sterne man hat, sondern wie gut die Reise wirklich war.
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